“Alles andere als der gerade Weg”
Mein Lebensweg
-
In den vergangenen elf Jahren meines Lebens habe ich mit großer Leidenschaft und unstillbarer Neugier Bücher über Psychologie, Bewusstsein, Spiritualität und Gesundheit gelesen. Dabei war ich stets auf der Suche nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens. In dieser Zeit erwarb ich zudem meinen Bachelorabschluss in Psychologie und konnte durch Reisen in Asien und Europa andere Kulturen und Lebensphilosophien kennenlernen, die meinen Horizont nachhaltig erweitert haben.
Heute ist es zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden, Menschen bei persönlichen Themen zu begleiten und dabei auch selbst zu lernen und zu wachsen. Die psychologische Arbeit erfüllt mich zutiefst und weckt in mir den Wunsch, niemals aufzuhören, an mir selbst zu arbeiten – nicht nur für mein eigenes Wachstum, sondern auch für die Menschen, denen ich begegne.
-
Mit 17 Jahren begann für mich eine Reise, die bis heute andauert. Ich befand mich im letzten Jahr des Abiturs und drückte, wie meine Freunde und die meisten anderen Jugendlichen die Schulbank - nicht aus Begeisterung, sondern aus Pflichtgefühl und Angst.
Eine Angst, die uns schon früh vermittelt wird, weil der Schulabschluss mit der beruflichen Sicherheit in der Zukunft gleichgesetzt wird. Doch was ein Mensch wirklich möchte, was ihn begeistert und was ihn im Innersten ausmacht, scheint dabei oft zweitrangig zu sein. Und je länger wir diesen vorgezeichneten Weg gehen, desto schwieriger kann es werden, eine Antwort auf die entscheidenden Fragen zu finden: Wer bin ich eigentlich? Und was möchte ich mit meinem Leben anfangen?
Zu diesem Zeitpunkt blickte ich auf zu den Erwachsenen, auf zu denjenigen, die den Weg bereits gegangen waren. Ich wollte verstehen, ob sich anhand ihres Lebens erkennen ließ, dass dieser vorgezeichnete Weg tatsächlich zu Erfüllung führt.
Ich sah jedoch in dem Leben, das sie führten und dem Verhalten was sie an den Tag legten auch nur Fassaden einer inneren Orientierungslosigkeit. Sie schienen nicht im Geringsten erfüllt zu sein mit dem Leben, das sie gewählt hatten, obwohl sie doch dem wohlgemeinten Rat der Gesellschaft gefolgt waren.
Und so stellte sich mir eine Frage, die mich nicht mehr losließ: Diese Menschen, die sich selbst irgendwie verloren hatten und nicht Erfüllung finden konnten, sollten mir nun sagen welchen Weg ich beschreiten sollte? Auf welcher Basis sollte ich ihrem Urteil noch vertrauen können?
Mit dieser gewonnenen Erkenntnis begann ich an allem zu zweifeln, was die Kultur, die Konventionen und die Gewohnheiten der Gesellschaft angeht. Gleichzeitig war ich jedoch erst 17 Jahre alt und empfand Angst davor, einem Weg zu vertrauen der nicht für mich vorgesehen war. Was ist, wenn ich mich irre? Vielleicht habe ich etwas entscheidendes übersehen und werde es später bereuen, mich gegen den herkömmlichen Weg entschieden zu haben.
Ob man es Glück, Schicksal, Synchronizität oder einfach das Unerklärliche nennen möchte - zu dieser Zeit sprach ich mit meinem Vater über meine Gedanken. Schon seit Lebzeiten war meine Beziehung zu meinem Vater etwas einzigartiges, was sich genau zu diesem Zeitpunkt bezahlt machen sollte. Er hörte mir aufmerksam zu und ein Teil in ihm, der tief auf meine Instinkte vertraute antwortete mir: “Hör auf dein Herz".
Mit diesem Rückenwind, entschied ich mich dafür, das Abitur im letzten Moment abzubrechen. Zu der Zeit lebte mein Vater bereits ein sehr alternatives Leben in einer Gemeinschaft in Portugal, wovon wir in Berlin nicht viel mitbekamen. Ohne zu wissen, was mich erwarten würde, reiste ich kurz nach meinem verpassten Abschluss nach Portugal. Ich wusste nicht, wohin mich dieser Schritt führen würde - nur, dass ich etwas anderes kennenlernen wollte.
Dort begann eine Reise, die weit über einen Ortswechsel hinausging: eine Reise zu mir selbst und zu den Fragen: Wer bin ich wirklich und was sind die Dinge im Leben, die ich verfolgen möchte?
Mir war zu Beginn dieser Reise nicht bewusst, wie sehr der Ort in Portugal sämtliche Glaubenssätze in mir relativieren würde. Sehr schnell konnte ich dies als Geschenk ansehen, der Ort hinterfragte sämtliche Konventionen und Gewohnheiten der westlichen Zivilisation. Ob es um Liebe und Partnerschaft, Ökologie, Politik oder Ökonomie ging, spielte dabei keine Rolle. Hier wurde in allen Bereichen geforscht, wie wir die Probleme der heutigen Welt anders angehen können, um Lösungen für globale Probleme zu finden.
Seit 2015, dem Start dieser Reise, sind nun mehr als 11 Jahre vergangen.
In dieser Zeit habe ich meinen Bachelorabschluss in Psychologie erworben, der heute das wissenschaftliche Fundament meiner Qualifikation bildet. So wertvoll wissenschaftliches Wissen auch ist – die Fähigkeit, einen Menschen wirklich zu verstehen und ihn kompetent zu begleiten, entsteht nicht durch bestandene Klausuren und besuchte Seminare.
Mit großer Leidenschaft und Neugier habe ich mich über 10 Jahre lang mit den Fragen beschäftigt, die mich selbst am tiefsten bewegt haben. Ich habe unzählige Bücher über Persönlichkeitsentwicklung, Bewusstseinsarbeit, Liebe, Intimität, Psychologie und Spiritualität gelesen und mich intensiv mit unterschiedlichen Perspektiven auf den Menschen und sein inneres Erleben auseinandergesetzt. Ursprünglich ging es mir dabei vor allem darum, für mich selbst Antworten auf die großen Fragen des Lebens und unserer subjektiven Erfahrung der Realität zu finden. Erst mit der Zeit entstand daraus der Wunsch, die gewonnenen Erkenntnisse auch mit anderen Menschen zu teilen und sie auf ihrem eigenen Weg zu unterstützen.
Eine ebenso prägende Quelle meiner heutigen Arbeit waren die vielfältigen Begegnungen, die mir mein Lebensweg ermöglicht hat. Auf meinen Reisen hatte ich das Privileg, Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen der Bewusstseinsarbeit, Spiritualität und Psychologie kennenzulernen. Manchmal entstanden daraus intensive Gespräche mit Menschen, die mir wenige Minuten zuvor noch völlig fremd waren – Gespräche über die persönlichsten Fragen, Erfahrungen und Herausforderungen ihres Lebens. Darunter waren auch Freunde und Bekannte, die erst durch meinen Lebensweg nach einigen Jahren die Möglichkeit in mir entdeckten und das Vertrauen in mich hatten, gemeinsam bestimmte Schwierigkeiten und Konflikte zu besprechen.
Durch diese Begegnungen entwickelte sich zunehmend ein feineres Verständnis dafür, wie individuell die Begleitung eines Menschen sein muss. Was dem einen hilft, kann für den anderen vollkommen ungeeignet sein. Eine wirksame psychologische Beratung beginnt deshalb für mich nicht mit einer vorgefertigten Methode, sondern mit dem aufrichtigen Interesse daran, den Menschen in seiner individuellen Lebenssituation zu verstehen.
Ganz unbeabsichtigt ergaben sich auf meinem Lebensweg immer wieder Situationen, in denen Menschen meine Perspektive suchten und mich um Rat baten. In diesen vertrauten Gesprächen wurde mir etwas Wesentliches bewusst: Es erfüllt mich zutiefst, Menschen in ihrer inneren Welt zu begegnen, mit ihnen in die Tiefe ihres Erlebens einzutauchen und auch dort präsent zu bleiben, wo es schwierig oder schmerzhaft wird.
Das mir dabei entgegengebrachte Vertrauen erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit. Es motiviert mich, mit Leidenschaft und Engagement kontinuierlich an meiner persönlichen und fachlichen Entwicklung zu arbeiten, um Dich und anderen Menschen in herausfordernden Lebenssituationen bestmöglich begleiten und unterstützen zu können.
Heute möchte ich diese Erfahrungen, Erkenntnisse und Fähigkeiten in einen Raum einbringen, in dem wir gemeinsam erforschen können, was es braucht, damit Du mehr Klarheit, Lebensqualität und innere Freiheit in Deinem Leben erfahren kannst.